44 Evi Klett
Beziehungsdreiklang des Lebens
Meine Textilkunst bringt in meiner persönlichen Geschichte meine zwei wesentlichen Lebensfäden zusammen. Da ist zum einen mein textiler Faden, der schon zu meiner Oma zurückreicht, die Schneiderin war. Auch meine Mutter liebte Handarbeit in jeglicher Form. Ich selber unterrichte sehr gerne seit über 30 Jahren Textilarbeit und Werken an Grund- und Mittelschulen. Bei einer Lehrerfortbildung lernte ich eine Textilkünstlerin aus Oberösterreich kennen, die mich sehr inspirierte und neue Gestaltungshorizonte eröffnete. Der andere Faden ist mein Faden zu Gott. Auch dieser Faden geht zurück zu meinen Eltern und Großeltern. Mir wurde schon als Kind aus der Bibel vorgelesen, wir haben gebetet und Glaube wurde auch ganz praktisch gelebt. Im Laufe meines Lebens hat Gott mein Herz auf ganz unterschiedliche Weise immer wieder tief berührt. Dieser Glaube findet seit einigen Jahren Ausdruck in meinen Bildern und Texten, die dazu einladen möchten, dem Beziehungsdreiklang des Lebens nachzuspüren.
In den Kunstwerken kommen verschiedenste textile Techniken zum Einsatz. Vom Filzen über Weben, Nähen, Crashen, Sticken und Färben. Besonders gerne verwende ich Materialien, die schon eine lange Geschichte haben. So verarbeite ich altes, handgewebtes Leinen aus Hessen, alte Damastbettwäsche und sonstige Schätze, die schon lange unentdeckt in Keller und Dachboden lagen.
Südhalle der St.-Mang-Kirche